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"..und da stand der Bordstein auf und schlug mir in die Fresse."


Überall.

So sind.


So sind Gedichte.
Jedes ist anders.
Sie sind nicht alle gut.

Sie haben Fehler und manche

passen nicht ins Schema.

Jeder interpretiert sie anders.

Alle haben einen Grund.
Manche lesen sie.
Andere sagen es sei Quatsch.
Manche verstehen sie.
Sie haben nicht immer einen Sinn.

Sie passieren einfach.

So sind Gefühle.

20.9.12 20:20


Gefühle.

Tausend Worte. Wie tausend Gedanken. In tausend Sackgassen.

Und jedes weitere Wort, jeder weitere Gedanke, ein Schritt gegen die Wand.

Unendliche Wege, die im Kreis verlaufen.

Immer und immer nur die selbe Luft zum atmen.

Verbraucht.

Verbrauchte Sätze, verbrauchte Taten.

Abgestumpft.

So leblos, so leer, so deutlich.

So vergebens.

Sinnlose Allüren, Phrasen.

Einfallsreiche Ausflüchte.

Zermarternde Fantasien.

Tausend Leben. Wie tausend Tränen. In Tausend Meere.

Und jedes weitere Leben, jede weitere Träne, ein Funke der Zeit.

Unendliche Wolken, die das Licht verdecken

Immer und immer nur der selbe Schlag der schmerzt.

Verbraucht.

Verbrauchte Stunden, verbrauchte Träume.

Abgestumpft.

So krank, so klein, so massiv.

So vergessen.

Sinnlose Ratschläge, Antworten.

Ergebnislose Rufe.

Zertrümmerte Bilder.


Tausend Richtungen. Wie Tausend Schritte. Auf dem falschen Weg.

Und jede weitere Richtung, jeder weitere Schritt, ein neuer Versuch.

20.9.12 20:19


 Mehr.

 

Das Gefühl ist weg,
der Rücken frei,
der Platz dahinter
leer.
Nichts in mir erinnert mehr an dich.

Außer die Gedanken.
Hin und wieder schleichen sie herbei,
spiel'n Verstecke, schlagen sich frei.
Aber du bist nicht mehr da.
Nein, kein Stück von dir.
Nichts verändert sich.
Nur die Welt ist mir jetzt einerlei.
Ein leerer Stern,
du kannst die Stille atmen hör'n.
Wie monoton und ungeschmückt.
Ich hab die Blumen abgepflückt.
Ein Strauß steht jetzt
in meinem Herzen
und verblüht.
Kein Leid und keine Schmerzen,
der Schein trügt.
Vergeben, nicht vergessen.
Nur ohne alles steh ich hier.
Ich such' nach neuen Blicken,
doch keiner führt weiter
und keiner zurück zu dir.

Der Rücken ist frei,
der Platz dahinter leer.
Schlaf ich ein.
So voller Träume ohne Farben.
Vergesse ich viel zu oft
und viel zu sehr.
Mich allein.
Ich fühle mich,
als fühlte ich nicht mehr.

15.6.12 23:24


Neben dir.

Ich schlafe nicht. Ich schlafe nicht, weil ich wach bin. Meine Augen blicken an die Decke, malen Figuren in das Weiß. In das Grau. In das graue Mondlicht, in die grauen Laternen, in die graue Nacht. Gedämpft höre ich die vorbeifahrenden Autos. Bilde mir das weit entfernte Rauschen der U-Bahn ein. Es gehört zu dem Grau. Graue Melodien, sie klingen nicht anders wenn es hell ist.
Ich kneife die Augen zusammen, schaue wieder hoch, doch keine Farbflecken unterbrechen die Monotonie. Ich beginne dich zu malen. Dich. Dich. Dich. Jedes dich, was es einmal gegeben hat. All eure Augen, eure scheuen Blicke, euer Lachen, eure Tränen, all die Liebe und all den Schmerz. Ich male ihn auf. Die Decke ist voll von euch. Von euren Worten, euren Gedanken, euren Gefühlen. Ich schraffiere, bessere aus und radiere. Ihr seid alle da, ich kann euch alle sehen. Ich sehe wie ihr schreit. Wie ihr fleht. Ich sehe wie ihr mich hasst, wie ihr mich verachtet, wie ihr mich liebt. Stimmengewirr schwappt durch den Raum, durchflutet ihn mit unangebrachten Emotionen. Ich kann euch spüren, wie ihr alle in euren Betten liegt. Ich kann das Vergessen greifen, wenn ihr euch an eure Partner schmiegt. Ich habe euch nicht vergessen. Ich kann euch alle sehen. Ihr seid zu viele. Zu viele in meinem Kopf. Ihr seid ein Teil dessen, der mich nicht schlafen lässt. Meine Entschuldigungen hallen nach, meine Versuche zu erklären, mein Schweigen dröhnt in euren Herzen. Mein Herz ist leer. Ihr seid alle dort draußen. Ich kann Erinnerungen malen, die guten wie die schlechten. Ich kann jeden von euch aufleben lassen, in meinen Gedanken, in mir.
Doch niemand malt mich. Ihr ward alle nicht leicht, ihr ward alle anders. Doch keiner von euch, war so schwer wie ich. So schwer in euren Armen. Wie ihr versucht habt, mich durch die Wüste zu tragen. Wie ihr versucht habt, mich abzuschütteln. Wie ihr einen Stein, aus einem Ozean holen wolltet. Einen einzigen Stern, aus einer tiefschwarzen Nacht. So schwer war ich. So schwer, das ihr zusammengebrochen seid. Unter meiner Last, die ich nicht alleine tragen wollte. Ein Kartenhaus. Ihr alle, an meiner Decke. So wenige wissen wie leid es mir tut. Die Entschuldigungen sind verjährt. Ich male euch grau in grau und ihr verblasst. Doch das Gewicht in mir bleibt. Ich höre euer Lachen verklingen. Ich schließe die AUgen und versinken in Träumen und Geschichten. Ich wünschte euch euer Glück. Ich konnte es nirgends finden.
Wie soll man etwas verschenken, was man nie hatte.
So kommt es nicht zurück.

16.2.12 22:58


Wenn.


Wenn es Regen wäre,
der auf bunte Blätter fällt.
Wenn es nur der Regen wäre,
der Regen spiegelt sich in der Welt.
Wenn er aus Glas bestünde,
und Funken schlägt während er zerspringt
der einzelne Tropfen,
in meinen Händen läge,
in meinem Gesicht die Tränen
zerrinnt.


Wenn es eine Brise wäre,
die zart über die Wolken fliegt
Die den Sturm aus eigener Kraft besiegt,
die sehen kann, weil sie über allem steht,
wenn es nur eine Brise wäre,
die die Zeit mit sich zieht.
Wie sie ungebrochen,
mit all den Sternen,
dem Mond entgegen
fliegt.


Wenn es einen Moment gäbe,
in dem das Wasser die Angst wegschwemmt,
einen Moment nur,
in dem der Geist in die Fluten rennt,
wenn schäumend, jede Pfütze übers Ufer schwappt,
und ich ihn halten könnte,
wie einen Tropfen,
eine leichte Brise
in Seidenpapier
verpackt.


16.2.12 14:50


 
 
Weiße Wände

Ich bin nicht wach, so müde bin ich.
Kann nicht schlafen, träume schon.
Sehe die Wolken am Himmel schwimmen,
schubse meine Gedanken über den Balkon.
Spüre den Wind auf der Haut, wie er nach
Frühling schmeckt, weil er aus Westen weht.
Blicke ihm nach, wie er zügig wieder in die Kälte geht.
Rauch läuft träge aus meinem Mund in
den Aschenbecher zurück,
färbt die Stunden in ein graues bunt,
doch hat die Zeiger nicht verrückt.
Kann den Kopf nicht gerade halten,
so schwer sind all die Bilder.
Zwischen Bettdeckenbergen versuch ich
ihn einzugraben, doch die Mauer fällt immer wieder.
Nichts hält meine Füße warm, meine Glieder sind aus Blei.
Die weißen Wände haben erbarm',
ihnen bin ich einerlei.
15.2.12 17:03


Und in ihrem Leben?

Ich habe dich gesehen, also du zu den Sternen gegangen bist und während du den Mond bestiegen hast, habe ich aus dem Fenster geguckt. Der Sims war warm von meinem Körper, er hing stundenlang auf dem kalten Metall. Es war schön, als du die Wolken weg gesaugt hast, aber mein Nacken tat langsam weh, vom ständigen hoch starren. Irgendwann habe ich das Fenster zu gemacht. Dann kam eine Postkarte. Du hast die Strickleiter durchgeschnitten, du brauchtest mehr Seil um höher zu klettern, jetzt kommst du nicht mehr zurück. Ich habe die Postkarte weggeworfen.

Und in ihrem Leben?


Ein Schritt dauert genau so lange, wie der Fuß in der Luft ist. Du kannst natürlich zwischen durch anhalten, den Fuß ausgiebig bewundern, wie er in der Luft hängt. Aber irgendwann hast du den Schritt getan. Egal ob zurück oder vor. Warum eigentlich bewundern? Es ist doch ganz einfach.

Und in ihrem Leben?

Da gibt es sehr viel. Aber manchmal denke ich mir, das kann noch nicht alles sein. Es ist voll, aber nicht ausgefüllt. Da ist genug, aber es reicht mir nicht. Da bin ich. Aber mir brauche ich das nicht erklären. Aber dich könnte es interessieren. Wenn du möchtest, erzähle ich es dir. Wenn du irgendwann da bist. Wenn du den Weg findest. Und wenn du weißt, wer ich bin.
25.1.12 22:55


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